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Rathaus: Opfer wollte seinem Peiniger helfen
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Wolfsburg Rathaus: Opfer wollte seinem Peiniger helfen

Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat sich bestürzt über die Vergewaltigung im Rathaus gezeigt - er sei „fassungslos“ angesichts der abscheulichen Tat. Derweil bestreitet der dringend tatverdächtige Asylbewerber (36), dem 16-jährigen Jugendlichen gegenüber Gewalt angewendet zu haben.

Das Wolfsburger Rathaus: Auf einer Toilette soll am 28. Dezember ein 16-Jähriger vergewaltigt worden sein, dringend tatverdächtig ist ein Asylbewerber (36).

Quelle: Gerewitz

Das allerdings stellt sich nach bisherigem Erkenntnisstand für die Ermittler ganz anders dar.

Der 36-Jährige soll einen Jugendlichen (16) am Montag, 28. Dezember, gegen Mittag auf einer Toilette im Rathaus vergewaltigt haben; gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen (WAZ berichtete exklusiv). Für die Ermittler stellt sich die Tat als unfassbar dar, Oberstaatsanwältin Birgit Seel: „Offenbar hatte sich der 16-Jährige bereit erklärt, dem Beschuldigten bei einem Behördengang zu helfen“ - nichts Böses ahnend. Dann habe der 36-Jährige sein Opfer gewaltsam in die Toilette gedrängt, wo es zu der Vergewaltigung gekommen sein soll.

Der Verdächtige, der bisher polizeilich nicht aufgefallen war, bestritt in seiner Vernehmung die Anwendung von Gewalt. Nach bisherigem Kenntnisstand hätten sich Opfer und Täter zuvor nicht gekannt.

Oberbürgermeister Mohrs zeigte sich „fassungslos, dass dieses grausame Verbrechen am helllichten Tag im Rathaus unbemerkt begangen werden konnte“. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, müsse die „abscheuliche Tat“ mit allen Mitteln des Rechtsstaats bestraft werden: „Sexualdelikte gehören zum Schlimmsten, was einem Menschen angetan werden kann.“ Er werde die Sicherheitsvorkehrungen im Rathaus überprüfen lassen.

fra

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