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Nachbarschaften schießen wie Pilze aus dem Boden
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Internetplattform nebenan.de Nachbarschaften schießen wie Pilze aus dem Boden

In Wolfsburg schießen seit ein paar Tagen neue Nachbarschaftsinitiativen aus dem Boden wie die Pilze im Herbst. Die Internetplattform „nebenan.de“ hat tausende Haushalte mit einer Zettel-Aktion in Briefkästen zum Mitmachen aufgefordert.

Blumengießen beim Nachbarn über den Balkon hinweg: So sieht laut „nebenan.de“ gelebte Nachbarschaft aus.

Quelle: nebenan.de

Wolfsburg. Hunderte haben sich auch schon in vielen Stadt- und Ortsteilen registriert. Was man von dem neuen Nachbarschaftsportal halten soll, da gehen die Meinungen noch auseinander.

Geht es nach „nebenan.de“, sollen sich Nachbarn vernetzen, im Urlaub die Blumen gießen, der Oma die Einkäufe hoch tragen, gemeinsam grillen und dergleichen. Wer sich anmeldet, landet auf einer Plattform mit Kommunikationsmöglichkeiten ähnlich bei beispielsweise Facebook - allerdings nur mit Menschen aus seiner tatsächlichen Umgebung.

Andreas Badtke wurde neugierig - und meldete sich mit seinem Kiosk am Hochring gleich mal an. „Hier kann ich für das 50-jährige Bestehen des Kiosks Reklame machen, ist doch prima“, findet er. Auch Grünen-Politiker Uwe Schiller ist dabei, weil er aus Interesse mal schauen wollte: „Aber ehrlich gesagt weiß ich noch nicht so recht, was ich davon halten soll.“

Ähnlich geht es Annegret Willenbrink von der Verbraucherberatung: „Ein bisschen spanisch kommt es einem schon vor, dass überall am gleichen Tag die Zettel in den Briefkästen landeten.“ Unterzeichnet sind die gleichlautenden Schreiben wahlweise mit „Bianca aus der Allensteiner Straße“ oder anderen Vornamen. Doch Bianca und die anderen gebe es wirklich, beteuert Ina Brunk von „nebenan.de“. Dass in Wolfsburg eine regelrechte Offensive läuft, streitet sie aber nicht ab. Und auch beim Verteilen der Zettel habe man geholfen: „Das machen Studenten und Rentner für uns.“

fra

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